|
Jugendprojekt Florastraße 84
„Unabhängiges Jugendzentrum Pankow - JUP e.V.“
Der Verein wurde 1990 gegründet und befindet sich im Zentrum Pankows.
Das JUP ist die einzige von Jugendlichen selbstverwaltete Einrichtung dieser
Art in Berlin. Die Jugendlichen gestalten und vertreten eigenverantwortlich
die Ausrichtung des Hauses. Der Bund Deutscher PfadfinderInnen (BDP) ist
der Dachverband des JUP, das als freier Träger der Jugendarbeit vom
Bezirksamt Pankow gefördert wird.
Inhaltliche Schwerpunkte sind: offen zu sein für Jugendliche,
die sich selbst verwirklichen, eigene Ideen umsetzen und die zwischenmenschliche
Kommunikation pflegen wollen, die Jugendlichen unterstützend zu begleiten
und ihre Aktivitäten und Initiativen zu fördern, interkulturelle
Kontakte zu knüpfen und zu entwickeln, durch Projektarbeit Jugendliche
in ihrer sozialen, kulturellen und künstlerischen Entwicklung zu stärken,
außerschulische Bildungsarbeit zu leisten und zum umweltbewußten
Handeln anzuregen.
Die Mitgliederversammlung ist das oberste Gremium des Vereins. Jeder
am JUP Interessierte kann Mitglied werden. Der Sprecherrat wird von der
Mitgliederversammlung gewählt. Das Team besteht aus 4 Mitarbeitern
und arbeitet für den Verein (Geschäftsführung, Finanzbuchhaltung,
Öffentlichkeitsarbeit/ Projektmanagement und interkulturelle Arbeit).
Das Wohngebäude Florastraße 84 wurde ca. 1890 erbaut. Es
befindet sich im Sanierungsgebiet und ist stark sanierungsbedürftig.
Bis zur Nutzung durch den Verein stand das Gebäude leer. Das Jugendzentrum
bietet den Jugendlichen auf 3 Etagen des Hauses verschiedenste Kultur-
und Freizeitveranstaltungen sowie Kurse und Projekte an. Darüber hinaus
dienen die Räume eines ehemaligen Cafès im Erdgeschoß
als Treffpunkt für die Jugendlichen der Umgebung. Der Bezirk hat den
Verein als langfristige Jugend- und Freizeiteinrichtung festgeschrieben.
Das Grundstück gehört zu 5/8 der GESOBAU und zu 3/8 Privateigentümern,
die verkaufsbereit sind. Um den Standort langfristig für die Arbeit
des JUP zu sichern, werden eine langfristige Verfügung über das
Grundstück und eine umfassende Instandsetzung und Modernisierung des
Gebäudes angestrebt. Im Zuge des geplanten Bauvorhabens sollen die
Räume im Erdgeschoß, 2. und 3. Obergeschoß saniert werden.
In den oberen Geschossen sollen Wohnungen für ein Jugendwohnprojekt
durch Um- bzw. Ausbau der vorhandenen Substanzen entstehen. Zur Finanzierung
der Gesamtbaukosten von 2,79 Mio DM werden Mittel des Programms „Wohnungspolitische
Selbsthilfe“ in Anspruch genommen. Das Projekt
wird durch den treuhänderischen Sanierungsträger „Ausnahme
& Regel“ des Sozialpädagogischen Institutes SPI Berlin betreut,
der das Vorhaben zur Förderung bei der Se-
natsbauverwaltung angemeldet hat. Das Projekt ist dadurch bereits in
der Fördermittelplanung für 1999 aufgenommen, jedoch nach neuestem
Stand auf 2000 gerutscht. Die derzeitigen Förderkonditionen sehen
einen Anteil von max. 42,5 % Baukostenzuschuß, 42,5 % Darlehen und
mindestens 15 % Eigenleistung bezogen auf die Gesamtbaukosten vor. Um die
Eigenleistungen in Form von baulicher Selbsthilfe abzusichern, ist neben
der Einbeziehung des
JUP e.V. eine begleitende Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahme
geplant.
|